Ein Freund, ein guter Freund,
der euch bekleidet hat kriegt jetzt seine Ruh’.
Ein Freund, war immer treu
hat euch gewärmt und war auch schick noch dazu.
Doch seid heut’ nicht betrübt
wenn es ihn jetzt nicht mehr gibt.
Mach’s gut, du alter Jack’, du hast nun endlich ausgedient.

(So schön, schön war die Zeit)
30 Jahr’ schon ist es her
und der Stoff ist ziemlich schwer
hast schon viel bei uns erlebt.
Als man dich beim Kniss bestellt,
war noch eine and’re Welt;
Männer, ach was ward ihr gut!

Ein Lied erklang,
mit frohem Sang,
dort bei’s Ludwigs in dem Saal.
Kaa Weibsleut’ brauchtet ihr
und meinst’ auch kein Klavier
und Erich war der Dirigent schon.
In Rossbach und Kimborn,
da ward ihr immer vorn’
und saht gut aus im neue’ Jack’.

(Furinkuli, furinkula)
War einst ein Männerchor im Land Italien,
der euer Freund, da musst’ ihr hin.
Der neue Jack’ vom Kniss, der war im Koffer,
was ward ihr schick – dort auf der Bühn’.
Der Rotwein schmeckte gut und floss in Ströhmen,
schön war die Zeit – denkt ihr zurück,
sogar ein Fass vom Rote’ durft’ nach Bieber mit ihr nehmen,
der tat euch gut – das war der Hit!

Dort beim Bruno war es wunderbar,
alles klasse – in Italia.
Mit stolz geschwellter Brust im neue Jack’ da ward ihr da.
Es war wunderbar – im fernen Land Italia!

(Schön war die Zeit)
Jahre zogen über’s Land,
mancher Sänger der verschwand
und nur wenig kamen nach..
Männer fassten sich ein Herz,
gingen in sich ohne Schmerz,
eine neue Zeit brach an.

Sie riefen ach – wir sind so schwach,
Weibsleut’ müsse’ in Verein.

So kam es, wie es muss,
ein Wink – ein Ruf – ein Kuss,
die Weiber durfte dann auch singe’.

Zum Jack’ ein roter Schal
und alles tobt im Saal
und uns wer’n die nie wieder los!

(Furinkuli, furinkula)
Beim zweiten Mal im schönen Land Italien,
da war’n die blaue’ Weste’ neu.
Ein Schal, schön passend blau für all die Damen,
denn die war’n diesmal auch dabei.
Das Kirchlein winzig klein im Valsugano,
hört’ uns’re Lieder – wunderbar
und Pasta gab es satt im Dorf beim Bruno
und Habermann, der war auch da!

Und der Bus fuhr immer hin und her,
schöner wär’s wenn’s ein Hotel nur wär’!
Das war im Jahr 2002,
in Italia
und der Jack’ war mit dabei!

(Der Mond)
Droben am Alten Bahnhof,
hinten im großen Schrank,
hing manches graue Jäckchen
nutzlos herum ganz lang.
Und kam ein neuer Sänger,
Gertrud war stets auf Zack:
„Will’ste mit auf die Bühne,
brauch’ste zuerst ‘en Jack!

Der Jack steht dir so gut,
hab nur den Mut
und sing mit uns ein Lied“

Aya, shipa shipa – ‘s is’ wirklich war,
der Jack’ muss immer mit!

Jahre die zieh’n vorüber,
mancher der musste geh’n,
wal war’n wir froh darüber,
manchmal war’s nicht zu versteh’n.
Auch dort am Alten Bahnhof,
da ist für uns jetzt schluss,
hängt auch vielleicht noch ‘en Jack’ dort,
schickt ihm von hier aus ‘en Gruß.

Der Mond hält seine Wacht,
er scheint heut’ Nacht
auch hier ins Fenster rein.

Aya, er ist uns nah
der alte Mond
wird immer bei uns sein.

Kleider, die machen Leute,
das ist nicht nur eine Mär,
wir werden’s euch beweisen.
Guckt nur mal, bitte sehr.

Mit unserem neuen Outfit
in die neue Zeit,
unter dem Staab von Christina:
Freunde wir sind bereit!

Ein Lied klingt durch die Nacht,
der Mond er lacht – und schaut durch’s Fenster heut’.
Aya, shipa, shipa – ‘s ist alles klar,
macht weiter so ihr Leut’!

Ein Freund, ein guter Freund,
der euch bekleidet hat, kriegt jetzt seine Ruh’.
Ein Freund, war immer treu,
hat euch gewärmt und war auch schick noch dazu.
Doch sei heut’ nicht betrübt,
wenn es ihn jetzt nicht mehr gibt.
Mach’s gut, du alter Jack’, du hast nun endlich ausgediehnt.

Erika Stange, 24.11.2008